Bist Du eine Prinzessin mit Entenfüßen?

20160227_194626Es gibt ja eine Menge im Leben, das nicht zu ändern ist.

Eltern zum Beispiel, die sind wie sie sind. Sie haben sich vielleicht in Deiner Kindheit auf eine Weise verhalten, die Dir nicht gefallen hat, aber Du kannst es nicht mehr rückgängig machen, es ist nunmal so. Heute tun sie vielleicht Dinge, die Dir unangenehm oder peinlich sind und nichts kann sie ändern.

Oder Kinder. Zwei von mir zum Beispiel ziehen sich komplett zurück und werden immer stiller, wenn sie aufgeregt sind, die anderen beiden brauchen in der gleichen Situation ständig Aufmerksamkeit. Sie sind so, es sind ihre Charaktereigenschaften, die kann und will ich nicht ändern, auch wenn das anstrengend sein kann.

Jeder tut das, was er kann.

Dann ist da noch das Weltgeschehen, die vielen Kriege und Ungerechtigkeiten. All das Leid, in welchen Teil dieser Erde man auch schaut. Daran ist schwer etwas zu ändern. Ich meine nicht Resignation, jeder sollte das tun, was er am besten kann. Gestern beteiligte ich mich an einer Friedensmeditation, weil ich glaube, dass ich das gut kann und dass eine geistige Stärkung des Energiefeldes „Frieden“ einer der vielen sinnvollen Wege ist, diesen auch zu erreichen.
Wer sich für so eine liebevolle energetische Arbeit interessiert, googelt einfach mal James Twyman oder schaut sich den Film „The Moses Code“ an, da wird die Wirkung gut erklärt.

Es gibt also Dinge, die wir tun können, manchmal sogar müssen, und Dinge, die können wir nur akzeptieren.

Und dann sind da die Bereiche in unserem Leben, von denen wir glauben, dass sie nicht liebenswert sind. Die gesamte Schönheitsindustrie lebt davon, dass vor allem Frauen mit Schlupflidern, Cellulite und runden Hüften nicht leben können. Eine Sprechstundenhilfe eines Schönheitschirurgen, mit der ich mal befreundet war, selbst gebotoxt, fettabgesaugt und lidgestrafft, meinte selbsterkennend irgendwann einmal: „Die Leute kommen und bezahlen einen Haufen Geld, lassen das alles mit sich machen nur, weil wir so falsch leben.“

Nicht liebenswert?

Oder all die Geschichten und Eigenschaften von uns, von denen wir denken, sie verschweigen oder verstecken zu müssen.
Alles nur, weil wir glauben, nicht liebenswert zu sein.

Da finde ich das Märchen „Die Prinzessin mit den Entenfüßen“ sehr tröstlich und hoffnungsvoll.
Es ist ein Kunstmärchen einer Autorin, die kein Mensch kennt, aus einem Buch, dass es wohl so kaum noch gibt. Eine Sammlung von Gewinnern eines Wettbewerbs der Zeitschrift „Die Woche“ von 1905, die „die Kräfte ihrer poetischen Phantasie in den Dienst der Märchendichtung stellen“. Kurz gesagt, ein geliebtes Erbstück meiner Urgroßmutter.

Die Prinzessin mit den Entenfüßen

Es spielt im Grunde keine Rolle, ob das Märchen traditionell erzählt oder von einem Autor im Reich seiner Fantasie gefunden wurde, denn der Wunsch, so, wie man nunmal ist, also bedingungslos geliebt zu werden, ist universell. Es gibt viele Märchen und Geschichten, die genau darüber erzählen.

Die Prinzessin hat Entenfüße und glaubt, deshalb nicht liebenswert zu sein. Doch der junge König verliebt sich nicht nur, sucht und findet sie, sondern erkennt auch noch seinen Platz im Leben, kann also etwas, was er vorher nicht akzeptieren konnte, integrieren, nämlich seine Aufgabe, König zu sein.

Universell und archetypisch

Wie immer können wir hier ganz archetypisch den männlichen und weiblichen Seelenanteil als jungen König und Prinzessin einsetzen.
Und ist es nicht genau so, dass, wenn wir selbst uns lieben und akzeptieren, wie wir sind, Kraft schöpfen und Freiheit finden zu unserer besten Version von uns selbst?

Hier kommen drei von vielen Gründen, warum alles an Dir liebenswert ist:

1. Du bist Teil dieser Welt, dieser Schöpfung, und sie wurde aus Liebe erschaffen.

2. Jeder Teil an Dir hat eine Geschichte, einen Grund, warum er da ist. Er macht Dich zu dem Menschen, der Du heute bist.
(Also, bitte, ehre Deinen Weg bis hierher.)

3. Und all das, was Du bis jetzt noch nicht lieben kannst, darf so sein, denn auch das ist Liebe.
(Lass los, alles ist in Ordnung so – und dann darf es sich verändern, wenn Du bereit bist.)

Wenn Du das Gefühl hast, Du schaffst das nicht allein, begleite ich Dich gern.
Ich freue mich auf Deine Nachricht. Hier kommst Du zum Kontaktformular.

Herzliche Grüße aus der Anderwelt.

Aus irgendeinem mir nicht erfindlichen Grund ist das Ende des Märchens nicht komplett aufgenommen worden, ich bitte sehr um Entschuldigung. Es geht gut aus, und das ist auf jeden Fall noch drauf. 😉

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