Was noch übrig ist von der keltischen Kultur. Teil 2 – Bils, der schlaue Dieb.

Für die meisten Menschen ist keltische Kultur in Schottland, Irland, eventuell noch Walesireland-845388_960_720 und Südengland verortet. Dabei sind das nur noch die Reste, wenn nicht sogar eher eine Marketing-Strategie der Tourismus-Branche.

Doch es gibt einen Unterschied zwischen den Inselkelten und der festlandkeltischen Kultur, und das nicht nur sprachlich.

Die Bretagne, aus der meine heutige Geschichte stammt, ist vielleicht die treueste Hüterin der alten festlandkeltischen Kultur. Ich habe gelesen, dass es in Frankreich ein Bewußtsein für diese europäischen Wurzeln gibt. Dort wird seit langer Zeit gezielt archäologisch nach keltischen Funden gesucht, sicher auch aus Identitätsgründen. Es heißt sogar, dass die besondere Eigenart der französischen Sprache vom direkten Einfluß der alten keltischen Sprache kommt.

In der Bretagne finden wir dann auch eine interessante Persönlichkeit, die noch die alte keltische Kunst des Wissenbewahrens kannte. Die Kelten waren nämlich sehr geschickt darin, ihre Werte für die Nachwelt zu erhalten. Die Lehrgeschichten, die Wissen mit emotionaler Wirkung verknüpften, sind in Märchen und Mythen eingeflossen. Ein Vorgehen, das heute als sehr effektiv von der Hirnforschung bestätigt wird. Gelerntes wird am besten gespeichert, wenn es eine emotionale Verknüpfung zum Inhalt gibt. (Jesus von Nazareth hatte mit dieser Strategie sehr großen Erfolg.)

Anne de Bretagne war die letzte Herzogin der freien Bretagne. Sie mußte zwei französische Könige heiraten und ihr Land wurde vom großen Reich geschluckt. Ihre Politik ist umstritten, doch ihr heute noch erhaltenes Stundenbuch ist faszinierend. Als Ausmalung um die christlichen Gebete herum finden sind Bilder von Tierkreiszeichen, aber auch Pflanzen und Insekten. Die Pflanzen haben Heilkraft und es sind jeweils der Nützling und der Schädling dazu gemalt. Jedes Bild hat eine tieferen, durchaus nicht biblische Bedeutung und paßt nur wenig zum Text.

Die Herzogin übermittelt auf geschickte, versteckte Art das uralte druidische Heilwissen. Sie ließ all das ganz bewußt in das Stundenbuch malen und hat damit dieses Wissen bewahrt.

Genau auf diese Art und Weise wurde gerade auf französischem Boden, dem alten, von den Römern früh eroberten Gallien, die keltische Kultur erhalten. Sie assimilierte sich, paßte sich an, ohne unterzugehen. Versteckt in Geschichten und Bildern und Mythologien erhielten sich Werte, die uns heute nur zugänglich sind, wenn wir uns auf dieses völlig andere Denken einlassen.

Für die alten Kelten war der Tod zum Beispiel keine Katastrophe, sondern nur der sunbeam-540589_960_720Übergang in die Anderwelt. Er hatte nichts beängstigendes, deswegen können die von den Römern so bedrohlich beschriebenen Menschenopfer gar nicht das grausame Ritual gewesen sein, als das sie auch heute noch gern gesehen werden. Der Tod war nicht schrecklich, warum hätten die Kelten dann Freude daran haben sollen, an ihren Gefangenen den Tod so barbarisch zu zelebrieren?

Ein andere Bewertung fand auch bei menschlichen Bindungen statt, das Zusammenleben von Mann und Frau hatte eine vollkommen anderen Bedeutung als bei den Römern. Das römische Denken war der Grundstein für die spätere christliche Kirche. Bei den naturverbundenen Kelten waren viele Lebensentwürfe möglich. Die rätselhafte Weisung der Götter war bindend, nicht das von Priestern verordnete Regelwerk.

Und so kann es auch eine Geschichte geben, in der ein Dieb die positive Hauptrolle spielt. Interessanterweise hat dieses Thema mit dem „Meisterdieb“ bei den Grimm’s Eingang gefunden. Bis heute sind die schlauen, smarten Gauner faszinierende Figuren. Sie stellen die Ordnung in Frage, in dem sie die Herrschenden, die Reichen, die Mächtigen zum Wanken bringen. Und das muß auch sein. Jede gesunde Ordnung muß es aushalten können, in Frage gestellt zu werden.

Es ist schlau, über Grenzen zu gehen und mit Regeln eher spielerisch umzugehen, wenn es darum geht, seine Werte zu erhalten und sein Leben zu schützen. Das können wir von den alten Kelten lernen. Das ist die ganz natürliche, lebenserhaltende Kreativität, die jedem Menschen innewohnt. Wenn ein System zerstörerisch ist, muß es andere Wege geben, das Leben zu erhalten.

Wasser umfließt den Felsen. Da die Kelten sehr gute Naturbeobachter waren, wußten sie das.

Und das ist etwas, das heute noch übrig ist von ihrer Kultur. Vielleicht ist es verunsichernd, da wir ja so gern etwas zum Festhalten wollen. Natürlich sind Regeln wichtig, Verläßlichkeit, Vertrauen, Sicherheit, all das ist notwendig. Aber Bils, der schlaue Dieb, möchte uns Mut machen, alles mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Von einer gestohlenen Pastete wird der Schloßherr nicht arm. Und auch nicht von einem gestohlenen Pferd. Aber das stiehlt Bils nur, weil der Schloßherr es ihm geradezu auf die Nase bindet. Er hätte lieber über die gestohlene Pastete lachen sollen. So verlor er nicht nur sein Pferd.

Die alten Kelten waren gut darin, im Hier und Jetzt zu sein und die Entscheidungen zu treffen, die im Moment notwendig waren, unabhängig von Regeln und Gesetzen. Natürlich hatte das auch zur Folge, dass die Truppen des Vercingetorix gegen Cäsar verloren, denn hätten sich ein paar mehr Stämme dort auf dem Schlachtfeld zusammengefunden, hätten sie gewonnen. Jeder Stamm entschied für sich, was richtig und was falsch war. Sie taten das, was sie für lebenserhaltend hielten. Und lebten mit den Konsequenzen.

Vercingetorix starb in Rom für seine Entscheidung. Andere Stämme gingen in der römischen Kultur auf. Das war ihre Entscheidung.

Und die Druiden, die nicht Priester, sondern Rechtsgelehrte waren, fanden Wege und Mittel, ihr kostbares Wissen auf schlaue, geschickte Art zu erhalten.

Wer mehr darüber wissen möchte, dem seien die Bücher von Jean Markale („Die Druiden“ und „Die keltische Frau“, viele andere Bücher sind leider nicht ins Deutsche übersetzt worden.) ans Herz gelegt, ebenso wie „Der Garten der Druiden“ von Claudia Urbanovsky.

Die Legende von Robin Hood, der ein schlauer Dieb war, geht übrigens auch auf alte keltische Vorstellungen zurück. Die wilden Männer, die im Wald lebten, abgeschieden von den Siedlungen der Stämme, waren vermutlich die Grundlage.

Aber das ist eine andere Geschichte.

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Was noch übrig ist von der keltischen Kultur. Teil 1 – Der Schuhmacher

Die alte keltische Kultur kehrt zurück und es gibt einen Grund dafür.Anderwelt_6

Seit ungefähr der Jahrhundertwende gibt es immer wieder spektakuläre archäologische Funde, die die Lehrmeinung über diese alte Kultur unserer Vorfahren schwer erschüttern. Es zeigt sich, dass die Menschen jener langen Epoche keineswegs die hirnlosen Barbaren und bemalten Schlächter waren, die die römischen Historiker so gern in ihnen sahen.

Unser geschichtliches Bild jener Völker ist wesentlich von Cäsars „De Bello Gallico“ geprägt, einer Propaganda-Schrift zur Rechtfertigung seiner eigenen Barbarei an den keltischen Stämmen, wie man heute stark vermuten darf.

Die vorrömische europäische Kultur basierte auf einem stabilen Handelsnetz, handwerklicher Kunstfertigkeit und unternehmerischem Geschick. Vor allem aber auf einem alle Stämme bestimmenden weltanschaulichen Rückrat: die wesenhafte Verbundenheit mit der Natur und die tiefgreifende Erforschung und Befolgung geistiger Gesetze. Rechtsprechung im Sinne der göttlichen Ordnung hatte einen sehr große Bedeutung, Wissen und Gelehrsamkeit einen hohen Stellenwert.

All das wurde nahezu vernichtet, nicht nur mit gewaltsamen Mitteln. Auch psychologische Mittel wurden eingesetzt, um die alte Kultur zu verdrängen. Angst vor dämonischen Mächten, Verniedlichung, Verachtung, das Gefühl des Verlustes auf ewig. Das Römische Reich begann, was später ihr Nachfolger, die christliche Kirche, fortsetzte.

Man sagt, dass innerhalb von drei Generationen wahre Begebenheiten ins Mythologische rutschen. Sie werden zunehmend ausgeschmückt und mystifiziert, bis sie vollends ins Sagenhafte verschwinden.

Was die alten Kelten auszeichnet, zeigt sich in den noch heute zugänglichen Geschichten. Auch wenn ihre sie verfremdet und entstellt sind, zeigt es sich noch. Sie waren sehr schlau. Ihr Humor war hintergründig. Und sie wußten die Antwort auf viele Fragen, doch sie versteckten sie gut und nur wer sich auf den Weg macht, seine eigene Unwissenheit zu besiegen, kann Hilfe von ihnen erwarten. Eine alte druidische Weisheit.

Es war Absicht, dass wir diese alten Werte vergessen sollten. Es gab ganz konkrete Machtinteressen, denn eine von den natürlichen Prozessen getrennte und dadurch von der Obrigkeit abhängige Mehrheit ist besser zu beherrschen. Wenn ich nicht weiß, dass ich mir Nahrung auch allein in der Natur beschaffen kann, sondern denke, ich muß verhungern, wenn ich nichts im Laden kaufen kann, dann tue ich alles, was der Ladenbesitzer von mir verlangt.

Doch dahinter stehen viel höhere Absichten. Die Menschheit insgesamt ist tief verbunden mit den Zyklen und Rhythmen der Erde. Wir sind irdische Wesen. Und wie schon die alten indischen Weisen beschrieben haben, gibt es verschiedene Zeitalter, in denen sich sowohl das große Ganze als auch Gruppen und einzelne Menschen weiterentwickeln, Erfahrungen sammeln, wachsen, erkennen können

Die alten Inder nannten es Kali Yuga, das dunkle Zeitalter. Die Dauer der Zeitalter ist umstritten. Doch ist unbestreitbar, dass wir heute in einer entsetzlichen Fremdheit zu allen natürlichen Prozessen stehen. In allen Bereichen des Lebens ist es ein anstrengender Akt, den ganz natürlichen Rhythmen zu folgen. Eine Geburt muß schmerzfrei sein. Das Wochenbett ist verpönt. Die Mutterschaft erfährt keine Achtung mehr. Freie Kindheit bekommt keinen Raum. Männer dürfen keine Krieger sein. Versehrte und alte Menschen werden ausgegrenzt. Arbeiten immer im gleichen Takt bis zum Umfallen. Ich könnte noch eine Menge aufzählen, aber ich lasse es dabei.

Denn mir ist die Lösung viel wichtiger.

In der irischen Geschichte: „Der Schumacher“, aufgezeichnet von Thomas Crofton Crocker, übersetzt von den Brüdern Grimm („Irische Elfenmärchen“ erschien 1826) werden einige Elemente deutlich, die sowohl auf uraltes keltisches Wissen als auch auf die Lösung respektive Heilung unseres Dilemmas hinweisen. Sie zeigt auch sehr gut, was aus alten Werten geworden ist. Nicht mehr Respekt vor den hilfreichen Kräften der Natur, sondern Habgier bestimmt das Handeln der Hauptperson.

Der elfenhafte Schumacher im Garten der jungen Frau wird bedroht und erpresst. Doch das kann keinen Erfolg haben und am Ende bleibt, was in so vielen keltischen Geschichten heute noch mitschwingt: Trauer um den Verlust.

Aber die Lösung in der Geschichte findet sich mal wieder im Detail. Die Geschichte ist, in feinster keltischer Poesie und Erzählkunst, ordentlich verschachtelt und verpackt, wie ein liebevolles Geschenk. Hinter der Geschichte befindet sich die Geschichte, übrigens auch eine sehr wertvolle Erkenntnis aus der modernen und vor allem systemischen Psychotherapie.

Die Erzählerin breitet die schöne Stimmung in ihrem Garten aus, bevor sie zur eigentlichen Hauptsache kommt. Warum tut sie das? Sie könnte doch gleich erzählen: „Ja, da hörte ich so ein Hämmern und dann saß da so ein merkwürdiges Männchen mitten im Garten usw.“ Die detaillierte Beschreibung führt die Seele in den Garten hinein, die angenehmen Bilder wirken entspannend, freundlich, sie öffnen die Seele. Und genau so wird es heute in entsprechenden Therapien gemacht, z.B. Hypnotherapie. Der Weg in die Seelenwelten wird verschachtelt, damit der Verstand draußen bleiben kann, und dann wird für Vertrauen gesorgt. Nur so ist die Seele bereit, das wirklich Wichtige aufzunehmen oder anzusehen.

Darüber hinaus trägt die Erzählerin einen blauen Mantel. Das deutet auf die Göttin hin. Isis und Maria tragen zum Beispiel einen solchen Mantel. Es ist also eine göttliche Botschaft, die mit Sicherheit über die Jahrhunderte verfremdet wurde, aus Angst vor Verfolgung, aus Anpassungsdruck, aus Leichtfertigkeit. Doch sind noch andere Beispiele bekannt, wie geschickt keltische Völker ihr Wissen zu bewahren wußten, trotz aller Überfremdung. Dazu aber später mehr.

Warum kehren die Kelten zurück?

Weil wir dringend ein neues Verständnis und Verhältnis zur Natur und Mutter Erde brauchen. Die allgegenwärtige Zerstörung unserer natürlich Umwelt, materiell und geistig, macht uns krank. Es wird nie wieder so sein wie damals, aber wir können uns darauf beziehen und davon lernen, was die Kelten aus tiefstem Herzen lebten.

Eine der besten Dokumentationen über die Wahrheit der keltischen Kultur (und einiger anderer zeitgenössischen Kulturen) und ihr Verhältnis zum Römischen Reich ist „Wie die Barbaren wirklich waren“. Bemerkenswerterweise ist sie auf YouTube gelöscht, auf DVD nur in Englisch zu erhalten und im Internet schwer zu finden. Ich habe sie trotzdem gefunden. Eine wirklich lohnenswerte zeitliche Investition:

Terry Jones: Wie die Barbaren wirklich waren.

http://www.veoh.com/watch/v16671910bn6y3daw

Und hier geht es zur Geschichte „Der Schuhmacher“, die einfach abbricht, wie das alte Wissen. Aber heute haben wir wieder die Chance, daran anzuknüpfen, denn die Tore zur Anderwelt sind wieder geöffnet.

 

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Beltaine – Die Geschichte vom Feenritter Tam Lin

Es ist Beltaine, eines der kraftvollsten und magischsten Feste überhaupt.Brücke

Erzählt wird, dass dies ein keltisches Fest sei. Da es tief verbunden mit dem natürlichen Zyklus ist, können wir davon ausgehen, dass es aus viel älteren Kulturen stammt.

Walpurgisnacht.

Es geht nicht um Hexen, sie sind nur das verzerrte Abbild der weisen, wissenden Frauen und Männer, die zwischen den Welten wandern konnten, um mit den Göttern Zwiesprache zu halten und den Menschen mit ihren Botschaften hilfreich zur Seite zu stehen.

Es geht um Fruchtbarkeit und die Feier der uralten Erdmagie. Wilde Leidenschaft, Ekstase, Rausch. In den alten naturverbundenen Kulturen war zu diesem Zeitpunkt der Raum für das urmenschliche Bedürfnis, sich in wilder Entgrenzung mit dem Göttlichen zu verbinden. Dieser Raum war klar definiert durch das Ritual, angeleitet und begleitet von den Weisen, Priesterinnen, Schamanen, wer auch immer für die Verbindung zu den Göttern verantwortlich war.

Der Tanz mit dem Gehörnten ist eine Ehre.

Der Ghirsch-643340_960_720ehörnte ist nicht der betrogene, verlachte Ehemann, zu dem der Gott der Wälder und der Fruchtbarkeit gemacht wurde. Er ist auch nicht der Teufel der christlichen Kirche. Die Götter und Göttinnen haben sich zu allen Zeiten den Menschen zugewandt und waren bereit, sich mit ihnen zu verbinden. Wenn sich die Tore zur Anderwelt öffnen, erscheint der keltische Hern oder Cernunnos zur wilden Jagd.

In keltischen Sagen und Märchen ist das ganz leicht. Es ist nur ein Ritt in den Nebel oder der Schlaf unter einer Weißdornhecke. In vielen Geschichten ist es das, was in der Beltainenacht so ekstatisch gefeiert wurde.

Niemand mußte Angst vor diesem Tanz ins Unendliche haben, denn die Wissenden sorgten für alles, gaben Schutz und Halt. Die Trommel, das Zauberwort, die Räucherung, der Rauschtrank führten in die Anderwelt. Aber auch wieder zurück. Der Morgen brach mit Sicherheit an, die Kräuter verloren ihre Wirkung, das Zauberwort verklang und die Trommel hörte auf, geschlagen zu werden.

Vergessen

Jahrhunderte und ein großes Arsenal an Vernichtungsstrategien brauchten die Machthaber einer Kultur, die auf Entrechtung, Entmündigung, Demütigung, Ausbeutung und geistiger Kontrolle aufgebaut war, damit wir all das vergessen. Doch das Leben läßt sich nicht unterdrücken. Die Welle kehrt zurück, größer, reinigender und liebevoller als je zuvor. Es ist nicht verloren, Erinnerungen lassen sich wiederbeleben.

Das Wilde, Unkontrollierte macht vielen Menschen Angst.
Es ist die berechtigte Angst davor, sich auf der Brücke zwischen dem Hier und Dort zu verlieren und den Weg nicht mehr zurückzufinden. Sie hält uns heute davon ab, diesen Tanz zu tanzen. Mühsam erobern wir uns die Freiheit, die Rituale und den Mut dazu zurück. Wir müssen unseren eigenen Zugang finden, dafür gibt es keine allgemein gültige, und schon gar keine religiöse Wahrheit.

Alte Seelen kennen den Weg.

Wir sind nicht allein mit dieser Sehnsucht nach Verbundenheit. Immer mehr Alte Seelen lösen sich aus ihrer Erstarrung, aus den Selbstzweifeln und folgen ihrem Herzen. Wir dürfen wieder alles neu entdecken, uns auf unser Wissen und unsere Intuition verlassen. Die Zeit ist reif, jedes Jahr mehr. Denn die Menschen fragen wieder, suchen wieder. Die geistige Leere, die Verfolgung, Folter, Unterdrückung, Vernichtung hinterlassen hat, diese tiefsitzende Angst vor allem Naturverbundenen, ist keine Option mehr. Die Leere gibt keine Anworten.

Dies ist die Nacht der Liebenden

und der Freude am menschlichen Körper. Ganz fleischlich, ganz lustvoll und handfest.

Die Götter, die Naturwesen, Mutter Erde selbst, sie alle warten auf uns, denn dieser Tanz kann nur mit den Menschen gemeinsam getanzt werden. Alte Seelen wissen den Weg, sie brauchen keine Meister mehr.

Die Geschichte vom Feenritter

„Der Feenritter Tamlin“ ist eine der vielen Geschichten, die erzählt, wie Menschen zurückkehren können ins Hier und Jetzt. Und da Beltaine ist, ist es natürlich eine Geschichte vom Genuß der Liebe. Die Rosen stehen symbolisch für den Akt der Liebe. Und genau so erzähle ich diese Geschichte auch, die zu meinem festen Repertoire gehört. In der Audio lese ich allerdings eine von vielen Versionen vor. Meine erzählte Geschichte ist etwas anders.

Mein Gebet gilt heute allen Liebenden.

Ich wünsche Euch ein traumhafte, berauschende Ballnacht in den heiligen Hallen der alten Eichenhaine.

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