Die Kugel des Glücks

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Was ist Glück? Was ist Unglück?

Vor ein paar Wochen krachte virenbedingt mein komplettes Computersystem zusammen. Sämtliche Geschichten, auch die, die ich für meine Kinder geschrieben habe, hängen in der verseuchten Festplatte fest. Obwohl ich ziemlich traurig war, fühlte ich, dass es auch irgendwie befreiend war. Es ist ja nicht der erste Totalverlust, den ich erlebe, und ich wußte: das kann nur den kompletten Neuanfang bedeuten. Inzwischen habe ich eine neue Festplatte.

Und siehe da.

Vorcup-621251_960_720 ein paar Tagen fing mein Schreibrausch wieder an, dieses vollkommene Vergessen der Zeit im Fluß der Worte. Nach mehreren Jahren Schreibblockade (die Blog-Beiträge zählen da nicht, die sind kurz) kann ich diese Tür wieder öffnen. Ich spüre, dass diese Jahre der „leeren Seite“ eine Transformation waren, denn ich tue etwas, um das ich seit langem herumkreise wie der Wolf um seiner Beute. Bisher war mir dieser Brocken zu groß. Doch nun schreibe ich meine eigene Geschichte, meine subjektiv erlebte Wahrheit, die mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin. Ein wichtiger nächster Schritt in meine ganz persönliche Freiheit. (Danke, Beatrice Lührig, für die Ermutigung!)

Aber, was war das nun mit dem Computer-Crash?

Unglück oder Glück?

Meine heutige Geschichte ist ein Kunstmärchen aus einem der alten Bücher meiner Urgroßmutter. Ich nahm es in die Hand und die Seite schlug sich einfach auf. Die Märchen in diesem Buch sind von einem Pfarrer und sehr weisen Menschen geschrieben. „Die Kugel des Glücks“ erzählt alles, was es zu diesem Thema zu sagen gibt.

Etwas geschieht und wir glauben, es ist die größte Katastrophe. Geduld, Glauben, Vertrauen. Wer in solchen Situation darin nicht geübt ist, fällt in ein tiefes, dunkles Loch. Wer nicht aus tiefstem Herzen weiß, das wirklich alles ein Ausdruck der universellen Liebe ist, dem reißt es den Boden unter den Füßen fort.

Und wer von uns weiß das schon?

Abgelenkt im Hamsterrad des Alltags, zugeballert mit falschen Versprechen aus Film, Fernsehen und Werbung, auf der Stirn „Ich muß doch … „ tätowiert und der großen Angst, etwas zu verpassen, verpassen wir uns selbst.fly-agaric-330934_960_720

Wir sollten aufhören, uns das Glück als rosarote, zuckersüße Wolke vorzustellen, möglichst weit weg von allen schmerzhaften Grenzen. Die Weisheit des Lebens spielt nach ihren eigenen Regeln.

Ist es nicht eigenartig, das ein Fliegenpilz als Glückssymbol dient, ausgerechnet einer der giftigsten Pilze? Die alten Weisen wußten diesen Pilz zuzubereiten, um mit seiner Hilfe in die glückseligsten Weiten der Götter zu fliegen. Doch zuvor mußten sie durch ziemlich unangenehme körperliche Zustände. Sehr interessant, der Selbstversuch von Wolf-Dieter Storl, der einiges dazu zu sagen weiß.

Das Glück ist wie Ostern:

Hinter jedem Busch könnte eine kleine Fee herausfliegen, hinter jedem Baum ein lustiger Kobold hocken, hinter dem nächsten Hügel liegt ein Geschenk und über jeder weißen Wolke fliegt ein Glücksdrachen. Vielleicht müssen wir einfach nur neugierig bleiben.

Hör nicht auf zu suchen.

Alles Liebe aus der Anderwelt.

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2 Gedanken zu „Die Kugel des Glücks“

  1. Meine Liebe! Vielen Dank für das Geschenk! Es stimmt sehr nachdenklich, man sollte es auch vielleicht sich nochmal anhören. Ja was verbinden wir nicht alles mit dem Begriff: Glück…. jeder etwas anderes, aber die meisten doch mit materiellen Dingen, oder mit immerwährender Freude, Glückseligkeit! Und doch hält das Leben so viel für uns bereit, das auf den ersten Blick nichts mit „Glück“ zu tun hat.
    Noch ein Vers aus den Bahaischriften zum Tod:
    O Sohn des Höchsten!
    Den Tod machte Ich dir zum Boten der Freude. Warum bist du traurig? Das Licht erschuf Ich, dich zu erleuchten. Warum verhüllst du dich vor ihm?
    Baha’u’llah : Die Verborgenen Worte
    Viele Menschen fürchten sich vor dem Tod, doch er ist nichts Endgültiges, sondern ist ein Übergang. Er ist vergleichbar mit dem Leben im Mutterleib, wo wir durch die Geburt in eine andere Welt hineingeboren werden.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag!

  2. Danke, liebe Claudia.
    Auch in der christlichen und europäischen vorchristlichen Tradition stehen Tod und Auferstehung/Wiedergeburt in direktem Zusammenhang.
    Die universellen Wahrheiten setzen sich immer durch.
    Vielen Dank für Deine wunderbaren Worte und dass Du uns an den Bahaischriften Anteil gibst.
    Herzlichste Grüße.

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