21. Dezember – Brüderchen und Schwesterchen – Fürsorge

An dem königlichen Hofe war ihr alle Ehre zuteil, schöne Jungfrauen mußten sie bedienen, doch war sie selber schöner, als alle anderen. Das Rehkälbchen ließ sie niemals von ihrer Seite und tat ihm alles Gute.

Fürsorge: Eine der grundsätzlichen Aussagen dieses Märchens ist das fürsorgliche Handeln der Heldin. Ob im Versuch, ihren Bruder vor der Verwandlung zu bewahren, in seiner Betreuung nach der Verwandlung oder später in den Nächten nach ihrem eigenen Tod, als sie nach ihrem Kind schaut. Dass diese Haltung das Schwesterchen auch schwer belastet und fast bis zur Vernichtung bringt, soll für heute nicht betrachtet werden. Denn an allererster Stelle wurde am königlichen Hofe IHR alle Ehre zuteil. Und darum geht es.

Wintersonnenwende. Einer der wichtigsten vorchristlichen Feiertage, weil entsprechend dem natürlichen Zyklus das gefeiert wurde, was die Menschen sahen und beobachten konnten. Die dunkelste Zeit ist vorbei, das Licht kehrt zurück. Und genau jetzt ist Fürsorglichkeit so wichtig, für andere, aber auch für uns selbst. Es wird noch eine Weile dunkel bleiben, auch die Kälte wird zunehmen. Und so kurz vor den Feiertagen macht sich einfach auch eine Erschöpfung breit, die gehört und gesehen werden möchte. Sei heute ganz besonders fürsorglich zu dir selbst, tue dir Gutes und genieße, dass die Sonne ihren Wendepunkt überschreitet und das Licht auch für dich wieder zurückkehrt.

Hier geht es zum ganzen Märchen: Brüderchen und Schwesterchen

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