23. Dezember – Die Sterntaler – Loslassen

Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.

Loslassen: Alles, alles hat das Mädchen hergegeben. Es tut richtig weh, das mitzuverfolgen. Vollkommen schutzlos, ohne jede Sicherheit, bleibt nur noch ihr pures Leben zurück – bedroht von Kälte und Hunger. Und immer wieder berührt mich ihr tiefes Vertrauen, wenn sie noch ein Stück von sich hergibt. Es ist kein leichtes, fröhliches Hergeben, denn sie friert und hungert selbst. Für mich geht es in diesem Märchen nicht darum, die Selbstverleugnung zu feiern, sondern vielmehr um das unerschütterliche Wissen, dass auch für sie selbst gesorgt sein wird.

Ist es jetzt schon Zeit, loszulassen? Inmitten der Vorbereitungen, der abzuarbeitenden Zettel, der zu erwartenden Begegnungen? Ich finde: ja. Gerade jetzt. Vielleicht muß nicht alles so sein, wie wir uns es vorstellen. Vielleicht reicht auch, hinaufzuschauen zu den Sternen und an das kleine Mädchen aus dem Märchen zu denken. Es ist für alles gesorgt.

Hier geht es zum ganzen Märchen: Die Sterntaler

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